Sonntag, 17. September 2017

13. Einstein-Marathon in Ulm / Neu-Ulm am 17.09.2017

Bei dieser Veranstaltung gab es für mich schon eine Premiere. So lief ich dort 2011 meinen ersten Halbmarathon. Mein zweiter Wettkampf überhaupt und schon beinahe unglaublich, dass ich nun vor dem 516. Wettkampf stehe. Dann noch einmal 2012 den Halbmarathon und zuletzt 2014 den Marathon, meinen zweiten und bislang letzten. Noch nie lief ich aber an einem Tag zwei Läufe über 10 km und genau dies stand in diesem Jahr an. Ich war am Morgen auf der Insel Reichenau und musste schauen, dass ich nach meinem Zieleinlauf gleich wegkomme, um die 160 km nach Ulm hinter mich zu bringen. Leider konnte ich so nicht zur Siegerehrung bleiben (ich erfuhr nach meinem Lauf in Ulm, dass ich 3. der AK wurde). Es lief erstaunlich gut und in Bad Saulgau sah es zeitlich so aus, dass ich mich kurz umzog, da es nach zuvor nebligen 9° C immer sonniger wurde. Dabei hatte es an diesem Wochenende lange nach Regen ausgesehen. Ich traf dort bereits nach 2 Stunden ein und parkte in der Schillerstraße. Noch ein Platz war frei, schier unglaublich. Es ging dann zu Fuß in Richtung Gänsturm, wo der Start erfolgte. Die Strecke nutzte ich gleich zum Aufwärmen und es lief in einer hohen 4er-Pace überraschend locker. Es hatte bei leichter Bewölkung 13° C und war trocken, also ideales Läuferwetter.









Ich hatte erneut ein perfektes Timing und kaum dass ich am Startplatz war, kamen da die schnellsten Läufer des ersten Feldes über 10 km, die um 13:00 Uhr gestartet sind. Da waren viele Bekannte dabei und es erfolgten gegenseitige Begrüßungen.















Beim Marathon und Halbmarathon erfolgte der Start bereits am Morgen und auch die Läufer über 5 km waren schon unterwegs. Beim Lauf über 10 km, wo bereits ca. 3000 Teilnehmer angemeldet waren, gab es zwei Starts und der erste für Läufer mit einer Zielzeit von unter 50 Minuten war bereist im 13:00 Uhr erfolgt und so musste ich mit dem zweiten Feld um 13:30 Uhr starten. Es war in diesem Jahr mein 97. Wettkampf und der 25. über diese Distanz. Natürlich durfte auch hier der Foto nicht fehlen. Es traf noch ein ganz schneller ein, nämlich Rainer Aumann, der nachgemeldet hatte und später dem Feld davonlief. Die Zeitnahme erfolgte durch einen Transpinder auf der Rückseite der Startnummer und die Durchführung erfolgte wieder durch abavent. An dieser Stelle noch herzlichen Dank an Josi Kelz, die mir gestern die Startunterlagen und das Shirt holte und heute ein super Marathon-Debüt zeigte.

















Es ging nun pünktlich los und zunächst nach Neu-Ulm rüber. Also auch über die Donaubrücke und ich war doch überrascht, wie locker es zunächst lief und vorne war es auch recht frei, nur einzelne Läufer. Ich absolvierte den ersten Kilometer in 4.00 min. Auf dem nächsten Kilometer dann mal links weg und wohin nun? Es ging durch die Glacis-Galerie. Die beiden nächsten Kilometer führten auch noch durch Neu-Ulm. Ein paar Plätze verlor ich zwar, konnte mich dann aber an zwei Läufer hängen. Das war perfekt. Vor allem die 4.10 min von Kilometer 2 ließen sich sehen. Den dritten Kilometer absolvierte ich in 4.20 min und damit eine starke Zeit von 12.30 min bis dahin. Da hatte ich nie damit gerechnet. Hier gab es aber nur etwas sporadisch Anfeuerung, aber doch auch immer wieder musikalische Untermauerung.


























Weiter nun wieder zurück über die Brücke nach Ulm und in die Olgastraße. Auf dem kurzen Stück bergab konnte ich es nochmals laufen lassen,merkte aber doch schon die Vorbelastung. Mit 4.26 min doch schon langsamer, aber es sollte nun nicht mehr schneller werden. Linsk weg ging es in die Heinstraße und danach rechts in die Griesbadgasse. Dort Pflastersteine, das war hart. Dafür eine schöne Passage durch die Innenstadt und einen Jugendlichen ließ ich  nun hinter mir. Den fünften Kilometer in 4.32 min und insgesamt mit 21.28 min eine für die Umstände super Zeit, wobei es an der Markierung sogar 21.05 min waren.





















Nun auf die zweite Hälfte und da ging es am Startbogen vorbei und auf der Neuen Straße Richtung Neue Mitte. Hier war viel Publikum und tolle Anfeuerung, immer wieder mal auch von Bekannten. Ja, viel zu lange hab ich bei dem ja beinahe Heimrennen gefehlt. Der Foto war fleißig im Einsatz und das sorgt doch immer wieder für Erstaunen, vielleicht auch in Verbindung mit dem doch nicht so langsamem Tempo. Nun am Rathaus vorbei und über die Sattler- und die Mohrengasse. Am Rathaus waren 6 Kilometer absolviert und die Uhr zeigte 26.02 min und damit zuletzt nur 4.34 min. Es wurde immer zäher, aber dies war wenig überraschend. Nun den Marktplatz hoch und über die Neue Straße zur Herdbrücke und wieder nach Neu-Ulm. Die immer wieder kommenden Ansteige waren nicht ohne und es waren ja am Ende auch 90 Höhenmeter. Nach einer kurzen Schleife in Neu-Ulm lief man ans Jahnufer. Mit 4.31 min konnte ich mich sogar nochmals etwas steigern, es ging tendenziell aber auch abwärts. Am Donauufer entlang wurden leider einige Bilder von der Ulmer Silhouette nichts. Nun musste man auch immer mehr Läufer überholen. Waren die über 10 km früh gestartet? Dann haben sie aber den falschen Block ausgesucht und es war teils recht schwierig.
























Es ging weiter an der Donau entlang und nun begann es unglaublich hart zu werden. Die Oberschenkel wurden immer schwerer, aber sonst keine Schmerzen und an sich ja alles in Ordnung. Rechts weg ging es auf der Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Donau und am anderen Ufer wieder die Donau abwärts. Die Getränkestände waren recht zahlreich, aber ich brauchte nichts, hatte auf der Fahrt nochmals genügend getrunken und nur mit dem Singlet auch Wohlfühltemperatur. Auf dem neunten Kilometer dann eine Wende und man erreichte das Fischerviertel. Die letzten beiden Kilometer nur in 4.41 min.





















Noch ein Kilometer bis zum Ziel auf dem Münsterplatz. Da standen noch ein paar Anstiege an und das grobe Pflaster im Fischerviertel tat für die Oberschenkel ein übriges. Dafür einer der schönsten Plätze in Ulm. Als es nach der kleinen Brücke links in die Laurengasse ging, lief mir ein Passant direkt in den Weg. Durch den Idiot (er musste sich etwas mehr anhören) wurde ich erst mal gebremst und es zog auch kurz im linken Oberschenkel, aber es ging dann wieder. Endlich auf der Hirschstraße und dem Ziel entgegen und eine tolle Kulisse. Leider dann nur 4.46 min auf diesem Kilometer, aber mit der Endzeit von 44.26,5 min konnte ich zufrieden sein. Immerhin war es Platz 140 von 2875 Gesamt, Platz 128 von 1605 Männern und doch noch Platz 13 von 189 in der AK M50. Ich musste mich aber erst mal kurz an die Absperrung hängen, nach einer knappen Minute ging es aber wieder und ich war schließlich bei über 100 Kilometer in dieser Woche und 4 Wettkämpfe am Anschlag in ca. 42 Stunden.











Nach meinem Zieleinlauf kam Philipp Hüll mit neuer Bestzeit ins Ziel, war aber auch erst mal fertig und danach sorgte er für mein Bild, Ich holte meine Medaille und dann zur Zielverpflegung. Da musste ich erst mal einiges trinken. Es war schön im Ziel so viele Bekannte zu treffen und Julia Laub hat als Gesamtzweite im Marathon mal wieder zugeschlagen, Respekt! Leider traf ich so manche nicht mehr an, war aber halt nun schon spät dran. Auch wenn ich ganz schön fertig war, es hat sich echt gelohnt und insgesamt konnte ich absolut zufrieden sein. Auf dem Rückweg zum Auto absolvierte ich noch die beiden letzten Kilometer dieser Woche. Insgesamt waren es 105,3 km mit 1372 Hm (ok, das ist deutlich unterm Schnitt), aber erstmals mit 4.56 min eine 4 vor der Durchschnittsgeschwindigkeit und das trotz dem Nordic Walking am Freitag. So darf es weiter gehen. Noch drei Wettkämpfe und zum zweiten Mal ist die magische 100 durchbrochen.























































Ergebnisse: https://abavent.de/anmeldeservice/einsteinmarathon2017/ergebnisse

Veranstalter: http://einsteinmarathon.de/