Sonntag, 23. Juli 2017

3. Sommerlauf in Baierbrunn am 23.07.2017

Im letzten Jahr gab es eine recht chaotische und von Stau und Umleitungen geprägte Anreise und am Ende hatte ich den Start über 5 km verpasst, kam aber noch wenige Minuten vor dem Start über 7,5 km an. Dabei lief es dann mit dem 3. Gesamtrang außerordentlich gut. In diesem Jahr hatte ich wieder einen Doppelstart angestrebt. Leider wurden die 7,5 km gestrichen und der Zeitplan so gelegt, dass ein Doppelstart über 5 km und 10 km nicht möglich war. Ich hatte mich für die 5 km entschlossen. Die Fahrt von 149 km dauerte 1:30 Stunde und da lief es doch recht entspannt. Ich parkte im Bereich des Sport- und Bürgerzentrums und holte dort meine Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Die Zeitnahme erfolgte wieder durch die Firma abavent aus Kempten. Das Wetter meinte es mal besser als bei den meisten Wettkämpfen der letzten Wochen, hatte es doch angenehme 19° C mit leichter Bewölkung.











Es begann um 10:00 Uhr mit dem Lauf der Bambini. Den hatte ich gerade noch rechtzeitig erreicht und es waren schon mehr als 100 angemeldet gewesen. Mit den Bambini gab es ja immerhin 263 Voranmeldungen und dabei wesentlich mehr über 5 km als über 10 km, was mich doch etwas erstaunte.
















Der Kinderlauf 1 über 800 m für die AK U10 folgte um 10:15 Uhr. Die Kinder hatten dabei 2 Runden auf der Bahn zu absolvieren und es gab spannende Zweikämpfe. Sprecher bei der Veranstaltung war wieder Peter Maisenbacher und es freute mich, ihn mal wieder getroffen zu haben.


























Es war dann um 10:30 Uhr so weit und der Kinderlauf 2 für die AK U14 über 2,5 km wurde gestartet.
Es war für mich aber Zeit zum Aufwärmen und diesmal konnte ich das auch tatsächlich. Deshalb wartete ich nicht den Start ab. Nachdem ich letztes Mal wegen einem Zusatzdienst nur eine Stunde schlafen konnte, waren diesmal die Voraussetzungen besser und ich hatte eine recht ruhige Nacht hinter mir. Wichtiger war noch, dass ich am linken Fuß keine Schmerzen mehr spürte, auch nicht zu Beginn des Aufwärmens. Ich lief die Runde von 2,5 km ab, die zum letzten Mal verändert wurde und nun zwei Wendepunkte aufweist. Die letzte Strecke hatte schon teilweise etwas Crosscharakter, was mir gefiel, aber auch die neue Runde ist nicht schlecht. Es gibt einen Wechsel aus Asphalt, Feldweg und auch Wiese sowie Bahn. So eine Abwechslung ist schön. Auch auf den Abschnitten mit Wiese und Feldweg war es weitgehend trocken und gut zu laufen. Ich entschied mich deshalb für meine Brooks und beim Aufwärmen hatte ich schon ein recht gutes Gefühl, allerdings war der gestrige Wettkampf bei Hitze und anspruchsvoller Strecke schon kräftezehrend. Ich hatte noch etwas Glück und kam so zum Stadion, dass ich hinten an der Wiese die Teilnehmer des Kinderlaufes über dir 2,5 km-Runde noch mit dem Foto "einfangen" konnte. Danach wartete ich die Zieleinläufe im Stadion ab.



















































Es folgten die Siegerehrungen der beiden Kinderläufe und die jeweils ersten drei Jungs und Mädchen bekamen Pokale.











Der Start zum Lauf über 5 km und zum Nordic Walking über 5 km erfolgte um 11:05 Uhr und führte über 2 Runden. Es war für mich in diesem Jahr bereits der 71. Wettkampf und der 12. in diesem Monat. Die Läufer über 10 km und entsprechend 4 Runden wurden um 11:10 Uhr losgeschickt. Ich traf zuvor noch Tobi Niggl, den ich letztes Jahr dort kennen lernte, was mich freute und Helmut Risser, den ich über die Aktion "I run or Life" kannte und nun erstmals persönlich traf. Ich startete gleich von vorne und wollte einfach alles versuchen, vorne mit zu laufen. Die gut 100 m im Stadion waren richtig flott, dann ging es raus und über die Wiese eine kleine Rampe hoch und dann steil runter. Da kam eine Spitzkehre und das Tempo war recht hoch, so dass ich doch einen etwas weiten Bogen lief, Ich war hinter den Führungsrädern und das war ein richtig cooles Gefühl. Nun war man au der Straße und zunächst kurz runter und dann ein doch etwas längerer Anstieg. Da musste ich bei dem hohen Tempo doch kämpfen. Es kam bereits ein Getränkestand und an dem kam man in der Runde drei mal vorbei und dann war noch einer nach dem Zieldurchlauf. Das war perfekt, wobei heute die Temperatur ja nicht so problematisch war. Nun rechts weg und die Straße entlang. Es folgte der erste Wendepunkt, der noch recht flüssig zu laufen war. Es ging links rum und dann die Straße zurück und da sah ich, dass doch einige recht nahe dran waren. Würde heute die Kraft reichen? Den ersten Kilometer legte ich angesichts des Stadionausgangs mit der Steigung und der Steigung auf der Straße in starken 4.03 min zurück. Nun noch ein gutes Stück auf Asphalt, am Stand vorbei und auf den Feldweg. Es hatte zwar einige Pfützen, es war aber leicht auszuweichen, zumal ich ja noch vorne lag. Nach ca. 1,3 km war es dann so weit und ich wurde überholt. Zunächst von der führenden Dame, die sogar Gesamtsiegerin werden sollte und danach von Moritz Habermann. Da dachte ich zwar kurz, werden die nächsten auch gleich vorbei gehen, die ich im Nacken spürte. Allerdings war es nun auch etwas leichter, hinter den beiden zu laufen und eine Orientierung zu haben. Es ging hier ganz leicht ansteigend in den Wald. Dort kam dann die zweite Wendestelle und die war schwieriger, da musste man doch deutlich runter bremsen. Dann aber wieder zurück und man sah an den entgegen kommenden Teilnehmern, wie man lag. Tobi Niggl kam als erster Verfolger und dahinter war es recht eng. Ich ließ es wieder etwas laufen und am Stand dann zwei Kilometer vorbei und zuletzt 4.27 min und insgesamt 8.30 min. Das war zwar nicht sonderlich schnell, die Runde aber ach nicht einfach. Es zählte aber die Platzierung und die passte. Höchstens einen der Männer durfte mich noch überholen, damit ich unter die ersten drei komme. Dies erhöhte zwar durchaus den Druck, entfachte in mi aber auch einen starken Willen. Nun die Straße runter, noch kurz hoch und links weg über eine Wiese ins Stadion und dort gut 200 m auf der Bahn. Ich absolvierte die erste Runde in 10.21,8 min und lag auf dem dritten Gesamtrang. So weit war der Abstand nicht und das baute mich auf, dass ich nicht groß verlor. Ich wusste auch, dass ich recht gleichmäßig laufen konnte und oft hinten raus mit die schnellsten Kilometer habe. Also wieder die Wiese hoch und diesmal die Steilkurve etwas enger genommen und ich kämpfte mich den Anstieg hoch. Es ging nun um alles. Ich nahm am Stand einen Becher und einen Schluck gegen den etwas trockenen Hals und danach Kilometer 3 in 4.18 min und damit insgesamt 12.48 min. Das passte noch. Ob ich es unter 21 Minuten schaffe? Das wird sicher hart. Nun wieder zum Wendepunkt. Als ich gewendet hatte, erkannte ich, dass ich seit dem Stadionausgang den Abstand gehalten hatte. Schön war nun die Anfeuerung von den paar bekannten Läufern. Es war nun richtig hart, vor allem in Richtung Wald. Ich kam aber näher an Moritz heran und wollte nun auch die Entscheidung suchen und den Abstand nach hinten vergrößern. Vor der Wende dann 4 Kilometer und eine Zeit von 17.20 min und damit zuletzt 4.32 min. Ich beschleunigte jetzt aber und es lief, vor allem während des ganzen Rennens nirgends Schmerzen. Dies war zuletzt nicht immer der Fall, auch nicht gestern die ganze Zeit über. Die Straße runter kam ich sogar näher an Moritz heran. Am Ende hatte ich in der zweiten Runde sogar 4 Sekunden auf ihn aufgeholt. Es ging wieder links weg ins Stadion und es war wie im letzten Jahr ein tolles Gefühl als Gesamtdriter von 77 Teilnehmern in einer Zeit von 21.00,1 min ins Ziel zu laufen. Ich wurde also wieder 2. Mann und siegte in der AK M50. Die fehlenden 19 Sekunden nach ganz vorne und die 7,6 Sekunden zum Männersieg wären frisch sicher drin gewesen, ich war aber auch so total glücklich. Immerhin Sieg Nr. 25 und Podest Nr. 48 in diesem Jahr und den Angriff der jungen von hinten abgewehrt. Nur die 2 Zehntel für eine 20er-Zeit wären noch drin gewesen. Das Schlusstempo mit 4.04 min passte auf jeden Fall erneut, ein richtig schneller letzter Kilometer, praktisch gleich schnell wie der erste.












Nach meinem Zieleinlauf war ich nach etwas Durchatmen schnell erholt und es ging gleich mal ans Fotografieren.













































Nun hieß es auf die ersten Läufer über 10 km zu warten. Da war die Entscheidung bei den ersten drei doch recht eng. Ich absolvierte auf der Bahn noch 2 km Auslaufen und es war alles gut.






















Die Siegerehrung fand bereits um 12:45 Uhr statt. Das war super und die Ergebnisse von abavent auch wie gewohnt schnell ausgewertet und veröffentlicht. Im Interner dann auch mit einem Urkundendruck. Ich bekam wie im Vorjahr einen Pokal überreicht. Es war schön, dass es auch für das Nordic Walking eine Siegerehrung gab. Auf jeden Fall wieder eine tolle familiäre Veranstaltung mit professioneller Organisation und Zeitnahme. Da machte es wieder richtig Spaß teilzunehmen. Nur beim Kuchen backen hatte man sich etwas verschätzt und es gab leider schnell keinen mehr. Auch ein paar Bekannte getroffen und neue kennen gelernt und das eine oder andere nette Gespräch geführt, so muss es sein. Dann auch noch eine entspannte Rückfahrt.























Die Strecke:



Insgesamt gab es 158 Teilnehmer, davon 29 über 10 km, 77 über 5 km, 9 beim Nordic Walking über 5 km und 43 in den Kinderläufen. Dazu kamen noch mehr als 100 Bambini.

5 km Männer: Moritz Habermann (Baierbrunn, 20.52,5 min) vor Peter Steiner (VfB Gutenzell / Runners Point Ulm, 21.00,1 min) und Benedikt Weber (Baierbrunn, 21.22,8 min).

Ergebnisse: http://abavent.de/anmeldeservice/sommerlaufbaierbrunn2017/ergebnisse

Veranstalter: http://www.sommerlauf-baierbrunn.de/index.html